Atelier Gespräch: Alexander Pereira

Ein Gespräch mit dem neuen Intendanten der Salzburger Festspiele

11. Juni 2012, 19.00 (Bibliotheksaula, Hofstallgasse 2)

 

Im Gespräch: Alexander Pereira und Sabine Coelsch-Foisner

 

 

Die Bibliotheksaula ist voll, als Alexander Pereira hier am 11. Juni 2012 für ein Atelier Gespräch mit Sabine Coelsch-Foisner eintrifft. Die Salzburger und Salzburgerinnen sind neugierig auf den neuen Intendanten ihrer Festspiele und werden nicht enttäuscht: Humorvoll und offen erzählt Pereira von seinem langen Weg zum Erfolg. Schon mit zwei Jahren hatte er seinen Vater verloren, der als Diplomat im Kaschmir Konflikt bei einem Flugzeugunglück umgekommen war - doch selbst daraus konnte Pereira etwas Gutes ziehen und gründete mithilfe von Zubin Metah ein Projekt für behinderte Mädchen in Indien.

Aber eigentlich hatte für ihn als miserablen Schüler alles mit dem Pakete-Packen in Wien begonnen. Über London, Frankfurt und Berlin führte sein Weg weiter und die Lacher sind auf seiner Seite, als er über die missglückte Sängerkarriere spricht und sich bereits während seiner Zeit bei der Konzerthausgesellschaft in Wien darüber wundert, warum ihn denn die Züricher noch nicht engagiert haben. Doch schließlich ging für Pereira auch dieser Traum in Erfüllung und gemeinsam mit Sabine Coelsch-Foisner reflektiert er nun die 21 Jahre in der Schweiz und wie es ihm gelang, auch junges Publikum wieder für die Oper zu begeistern. Die Atmosphäre ist entspannt und herzlich, sodass Pereira gegen Ende dem Publikum die Finanzen darlegt und vorrechnet, wie er gedenkt, seine Pläne umzusetzen. Ein bisschen Zorn ist auch dabei, doch sein Credo wiegt höher und sein Versprechen überzeugt: „Ich möchte Ihnen die Festspiele zu einem Geschenk machen!" Spätestens mit dem Schlusswort wird klar, dass er auf die Unterstützung und das Vertrauen der Salzburger und Salzburgerinnen zählen kann: Das Gespräch endet in lautem, begeisterten Applaus.

O.K.

 

 

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© Eva-Maria Griese (www.eva-maria-griese.at)


Atelier Gespräch: Hubert Wild - Bariton und Countertenor

Ein Streifzug durch das Liedrepertoire

4. Juni 2012, 19.00 (Camerata-Saal im KunstQuartier, Bergstraße 12a)

 

Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit Hubert Wild
Julia Simonian, Klavier

 

Am 4. Juni 2012 fand um 19.00 Uhr im Camerata-Saal des KunstQuartiers ein Atelier Gespräch mit Hubert Wild statt, das in mehrerlei Hinsicht einzigartig war: Sabine Coelsch-Foisner präsentierte den Bariton und Countertenor Hubert Wild als Liedinterpret. Seit 2009 festes Ensemblemitglied des Salzburger Landestheaters, ist Hubert Wild dem Publikum aus einer Reihe von Produktionen bekannt und hat unter anderem begeistert als Jonathan Wade in der gleichnamigen Oper, als Pompeo in Farnace, als General Howell in Kiss Me, Kate, als Max Dettweiler in Sound of Music, und als 1. Handwerksbursche in Wozzeck. Im Rahmen des Atelier Gesprächs trat er zum ersten Mal in Salzburg mit einem Auszug aus dem Liedrepertoire an die Öffentlichkeit. Es war eine sehr persönliche und zutiefst berührende Auswahl, galt sie doch auch seinem kürzlich verstorbenen Lehrer und Mentor Dietrich Fischer-Dieskau. Beginnend mit Mozarts „Abendempfindung" wurde der Bogen über Schuberts „Im Frühling", „Nachtstück" und „Im Abendrot", Schumanns „Stille Liebe" und „Mein schöner Stern" und Brahms' „Mainacht" bis zu Reynold Hahns Verlaine-Vertonungen gespannt. Hubert Wild beeindruckte als Bariton und Countertenor in gleicher Weise. Dass er noch nie mit einem Liederabend in Salzburg zu hören war, ist umso erstaunlicher, als er - neben anderen Auszeichnungen - beim 13. Internationalen Robert Schumann Wettbewerb 2000 in Zwickau Preisträger war, gemeinsam mit mit Anette Dasch. Das Außergewöhnliche dieses Atelier Gesprächs war, dass Hubert Wild mit bewundernswerter Mühelosigkeit zwischen den Stimmlagen wechselte und ebenso mühelos vom Gesang zum Gespräch. Sabine Coelsch-Foisner zog in bewährter Weise die Fäden in diesem Gespräch, das folgende Aspekte zum Inhalt hatte: die Herausforderung an den Sänger im Wechsel zwischen Bühnenrolle und lyrischem Ich, das Ausloten stimmlicher Möglichkeiten durch zeitgenössische Komponisten, das Gesangsrepertoire im Hinblick auf Gattungen sowie biographische Zugänge zum Opern- und Liedrepertoire. Julia Simonian begleitete den Abend einfühlsam am Klavier. Eine Veranstaltung, die in jeder Weise eine neuartige Dimension universitärer Ausbildung darstellt, weil sie Lehrinhalte mit Unterhaltung auf höchstem Niveau verband. Es ist zu hoffen, dass dieser Abend vielen eindringlich in Erinnerung bleibt und man Hubert Wild hinkünftig öfter in Salzburg Lieder singen hören wird.

 

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Atelier Gespräch: Multipercussionist Martin Grubinger und die Camerata Salzburg

Anlässlich des Konzertes "Aus der neuen Welt" am 20. Mai 2012

15. Mai 2012, 19.00 (Camerata-Saal im KunstQuartier, Bergstraße 12a)

 

Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit Martin Grubinger

 

Martin Grubinger, Multipercussionist und Starschlagzeuger stellte beim Atelier Gespräch am 15. Mai 2012 einmal mehr seine Fähigkeit, Menschen mit Musik in den Bann zu ziehen, unter Beweis. Anlässlich seiner auf vier Jahre geplanten Zusammenarbeit mit der Camerata Salzburg, im Rahmen welcher in acht Konzerten verschiedene Kulturkreise vorgestellt werden, sprach Martin Grubinger mit Sabine Coelsch-Foisner mit viel Schwung und Freude über seine Kindheit und seine frühe Begeisterung für Schlaginstrumente, über die gewaltige Infrastruktur, die dieses Instrumentarium erfordert, über seine kompromisslose Entscheidung für die Musik im Alter von fünfzehn Jahren, über das ständige Ausreizen physischer Grenzen und Belastbarkeiten und über die Lust am Proben - selbst wenn es im Schnitt zehn bis vierzehn Stunden sind. Er selbst bezeichnet sich als „Probenfanatiker", freut sich auf jede Herausforderung, wie sie Rihm, Xenakis, Dorman und Gruber bedeuten. Als vielseitiger Musiker und weltweit gefragter Solist begeisterte Martin Grubinger beim Atelier Gespräch das Publikum mit seiner spontanen Art, die einzelnen Stücke des Camerata-Konzerts „Aus der neuen Welt" zu erläutern und rhythmisch zu demonstrieren. Nicht zuletzt sorgte sein soziales Engagement, das er selbst als einen wesentlichen Auftrag des Künstlers sieht, für Bewunderung und Beifall aus dem Publikum.

 

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Atelier Gespräch: Ödön von Horváth - Geschichten aus dem Wiener Wald

Interdisziplinärer Workshop in Kooperation mit dem Schauspielhaus Salzburg

7. Mai 2012, 19.00 (Atelier im KunstQuartier, Bergstraße 12a)

 

Impulsreferat Univ.-Prof. Dr. Karl Müller

Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit dem Regisseur Rudolf Frey und Mitwirkenden der aktuellen Aufführung.

 

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Atelier Gespräch: Gozo - Opera as Utopia

Gesprächskonzert über eine besondere Kulturinitiative in Kooperation mit dem oenm

23. April 2012, 19.30 (Atelier im KunstQuartier, Bergstraße 12a)

 

Im Gespräch:
Prof. Joseph Vella und Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner

 

Musikalische Mitwirkung: Mitglieder des oenm (österreichisches ensemble für neue musik)
Andreas Schablas, Klarinette / Georges-Emmanuel Schneider, Violine / Peter Sigl, Violoncello

 

Joseph Vella:
Monologo in Tre Parti, für Violine solo
3 Songs for Phaedra, für Klarinette solo
Meditation (UA), für Violoncello solo

 

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Atelier Gespräch: Sven-Eric Bechtolf

Theater als Dialog der Begegnungen

16. April 2012, 19.00 (Schüttkasten, Herbert-von-Karajan-Platz 11a)

 

im Gespräch:
Sven-Eric Bechtolf und Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner

 

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Atelier Gespräche: 
Schlaglichter auf zwei tragische Frauenschicksale

19. März 2012, 19.00 (Atelier im KunstQuartier, Bergstraße 12a)

LA TRAVIATA

Interdisziplinärer Workshop in Kooperation mit dem Salzburger Landestheater

Univ.-Prof. Dr. Oswald Panagl: "Gelandet und gestrandet - auf den Spuren der Violetta Valéry"
Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit dem Regisseur Andreas Gergen und der Sopranistin Karolina Plicková

 

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26. März 2012, 19.00 (Atelier im KunstQuartier, Bergstraße 12a)

OTHELLO

Interdisziplinärer Workshop in Kooperation mit dem Schauspielhaus Salzburg

PD Dr. Beatrix Hesse (Bayreuth): "Othello - ein Drama in Schwarz und Weiß"
Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit dem Dramaturgen Christoph Batscheider und den Schauspielern Sophie Hichert (Desdemona) und Volker Wahl (Jago)

 

 

Für das Atelier Gespräch über Othello am 19. März 2012 hat Sabine Coelsch-Foisner es geschafft, gleich vier Experten und Expertinnen zu gewinnen. Die Inszenierung wurde in der Presse bereits jubelnd gefeiert wie auch in Grund und Boden versenkt. Nun dürfen endlich die Künstler und Künstlerinnen selbst ihre Meinung kundtun und nutzen dieses Angebot freigiebig. Nach einem interessanten Vortrag der Literaturwissenschafterin Beatrix Hesse entspinnt sich eine Diskussion mit dem Dramaturgen Christoph Batscheider, Schauspieler Volker Wahl und Schauspielerin Sophie Hichert. Alle drei haben zur Inszenierung am Schauspielhaus maßgeblich beigetragen und erklären dem Publikum unter anderem nicht nur das veränderte Ende, sondern auch, warum Othello nicht schwarz, aber einmal nackt sein muss. Im Laufe des Gesprächs werden die Grundideen der Inszenierung Elina Finkels erläutert. Sophie Hichert und Volker Wahl sprechen auch über ihren persönlichen Zugang zur jeweiligen Rolle und beantworten allerlei Fragen des kritischen Publikums. Nachdem auch geklärt ist, wie Jago ohne Ticks eigentlich noch psychopathischer wirken kann, finden vielleicht viele Zuseher und Zuseherinnen das Ende des Stücks noch unerträglicher, aber einmal mehr ist bewiesen: Theater bringt Sand ins Getriebe.

O.K.

 

 

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La Traviata - Oswald Panagl, Sabine Coelsch-Foisner, Andreas Gergen und Karolina Plicková im Gespräch

 


Othello - Diskussion mit Beatrix Hesse, Volker Wahl, Sabine Coelsch-Foisner, Sophie Hichert und Christoph Batscheider

 


Atelier Gespräch: Die Stiftung Mozarteum Salzburg

Eine Kultureinrichtung stellt sich vor

12. März 2012, 19.00 (Atelier im KunstQuartier, Bergstraße 12a)

 

im Gespräch:
Dr. Johannes Honsig-Erlenburg (Präsident der Stiftung)
DriplVw. Matthias Schulz (Geschäftsführer der Stiftung)
Karl Harb (Kulturjournalist, Salzburger Nachrichten)

 

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Sabine Coelsch-Foisner

 

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